AKUPUNKTUR FÜR TIERE
Was ist Akupunktur?
Die Technik der Akupunktur ist schon seit über 2000 Jahren bekannt. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) betrachtet den Patienten als energetisches Gesamtgefüge. Sie sucht in erster Linie nach energetischen Entgleisungen.
Die Akupunkturtherapie zielt auf die Beeinflussung des energetischen Potentials. Dies kann aber erst nach ausführlicher Anamnese und Auswertung der gesammelten Eindrücke im Sinne der TCM erfolgen. Hierfür ist die Kenntnis der chinesisch-medizinischen Philosophie und Vorgehensweise erforderlich. Sind alle energetischen Abweichungen, krankheitsauslösenden Faktoren, Krankheitssymptome, Schwachstellen, Schädigungen etc. erfasst, so kann der Therapeut unter Berücksichtigung der sämtlicher Leitkriterien die chinesische Diagnose erstellen.
Die Behandlung der Akupunktur ist bei fachkundiger Anwendung nebenwirkungsfrei.
Wie definiert man den Begriff Akupunktur?
Die Akupunktur verwendet physikalische Reize an genau definierten Punkten entlang der Muskel- und Nervenleitbahnen, um den Energiefluss im Körper positiv zu beeinflussen und somit die selbstheilende Reaktion des Organismus stimuliert.
Wie wird behandelt und wie lange?
Nach Erstellen der chinesischen Diagnose folgt die Behandlung. Bei der Therapie kommen die klassischen Akupunkturnadeln (sterile Einmalnadeln) oder der Laserstift zur Anwendung. Der Laserpen hat sich bei der Behandlung von Stellen bewährt, die nur durch wenig Muskulatur unterlagert oder sehr empfindlich sind, wie z. B. Pfoten, Beine, Gesicht etc.
Die Dauer der Anwendung variiert von Fall zu Fall. Es kann schon nach der ersten Behandlung zu Veränderungen kommen, aber auch erst nach der fünften oder sechsten Akupunktur. Im Allgemeinen sind zehn Behandlungseinheiten in vom Therapeuten bestimmten Abständen sinnvoll.
Anwendungsgebiete der chinesischen Akupunktur
Akupunktur heilt was gestört ist, jedoch nicht was zerstört ist.
Aus diesem wichtigen Satz ergeben sich schon die Behandlungsmöglichkeiten der Akupunktur. Sie ist bei allen funktionellen, reversiblen Erkrankungen indiziert. Sie normalisiert und harmonisiert die Organfunktionen sowie den energetischen Fluss und somit die gesamten Körperfunktionen.
Hier nur einige Beispiele aus der Vielfalt der Behandlungsmöglichkeiten:
- Seelische Traumata (z.B. nach Unfall, Fehlgeburt, Stall/Besitzerwechsel etc.)
- Atemwegserkrankungen
- Abmagerung, Appetitlosigkeit
- Schmerzlinderung
- Funktionelle Störungen im Bereich des Bewegungsapparates
- Posttraumatische oder postoperative Rehabilitation
- Immunstimulation
- Stoffwechselstörungen
- Leistungsabfall
- Obstipation
- Diarrhö
- Deckunlust
- Scheinträchtigkeit
- Nichtträchtig werden
- Head Shaking
- Sommerekzem
Die Kontraindikationen lauten wie folgt:
- Bösartige Tumore
- Alle irreversiblen Veränderungen
- Extreme Mangelzustände
- Erbkrankheiten
- Chirurgische Indikationen
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